Schlafstörungen

Schlafstörungen

Etwa 25% der Bevölkerung leiden unter Schlafstörungen, wobei Frauen häufiger betroffen sind als Männer. Gemäß der internationalen Klassifikation von Schlafstörungen (Thorpy, 1990) sind die wichtigsten Kategorien bei Schlafstörungen:

  • Dyssomnien: Schwierigkeiten beim Ein- und Durchschlafen bzw. frühzeitiges Erwachen (Insomnie) oder exzessive Schläfrigkeit (Hypersomnie). Im Speziellen berichten Menschen, die an Insomnien leiden, von einer unzureichenden Menge an Schlaf oder dem Gefühl, sich nach dem Erwachen nicht ausgeruht zu fühlen. Dies ist oft mit Gefühlen von Unruhe, erhöhter Irritierbarkeit, Ängstlichkeit und Tagesmüdigkeit verbunden und kann bei schwerwiegenden Insomnien auch zu einer Einschränkung des sozialen oder beruflichen Lebens führen.
  • Parasomnien: Störungen, die während des Schlafes auftreten; beispielsweise Schlafwandeln, Reden im Schlaf, Alpträume und Bruxismus.
  • Apnoen: Schlafstörungen, die aufgrund eines teilweisen (Hypopnoen) oder kompletten Verschlusses (Apnoen) der Atemwege auftreten.
  • Schlafstörungen, die im Zusammenhang mit psychischen, neurologischen oder anderen medizinischen Erkrankungen stehen, wie Migräne, Morbus Parkinson, chronische Schmerzen, Schilddrüsenerkrankungen, Depressionen und Angstzustände.

Ursachen für Schlafstörungen können psychoaktive reaktive Belastungsfaktoren (z.B. Wut, Angst), psychosoziale Aspekte (z.B. Probleme in der Familie, Verlust des Arbeitsplatzes), exogene Ereignisse (z.B. Schlafumgebung, Tag-Nacht-Wechsel), klimatische und meteorologische Faktoren (z.B. Wärme, Wetterumschwung) und organische Ursachen (z.B. Drogenmissbrauch, Depression) sein.